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Motoman-Handlingroboter von Yaskawa im Showeinsatz

09. Juni 2018

Kunst und Technik als untrennbare Einheit

Servicerobotik mal anders: Wenn der international erfolgreiche Bühnenkünstler UliK auftritt, ist oft auch ein Motoman-Handlingroboter mit von der Partie.

At the 39th “World Festival of the Circus of Tomorrow” (Festival Mondial du Cirque de Demain) in Paris in February 2018 UliK was presented with the “Cirque du Soleil Innovation Prize”. (Photo: Christophe Chaumanet) / Beim 39. „Weltfestival des Zirkus von Morgen“ (Festival Mondial du Cirque de Demain) im Februar 2018 in Paris wurde UliK mit dem „Cirque du Soleil Innovationspreis“ ausgezeichnet. (Foto: Christophe Chaumanet)

Seit über 30 Jahren ist Ulrich Kahlert unter dem Künstlernamen UliK auf internationalen Showbühnen erfolgreich. Seine Spezialität: „außergewöhnliche Sachen“. Und das heißt für den weitgereisten Niederbayern: „Immer viel Technik – und abstruse, oft selbst gebaute Geräte wie zum Beispiel düsengetriebene Inline-Skates.“ Besondere Highlights sind seine Auftritte mit echten Industrierobotern. Sie wirbeln den Künstler bzw. seine Akrobatenkollegen dann mehrere Meter hoch durch die Luft. Bereits 2007 brachte UliK als erster Künstler überhaupt einen solchen Roboter auf die Bühne.

 

Entscheidung für Motoman-Handlingroboter

Der Weg dorthin war lang: „In den 90er-Jahren waren selbst gebrauchte Roboter einfach noch zu teuer – und sie hatten riesige Steuerungen“, blickt UliK zurück. Außerdem erfordert seine besondere Aufgabenstellung eine hohe Flexibilität. Und diese konnten die allermeisten Hersteller mit ihren für den Industrieeinsatz konzipierten Robotern nicht bieten. Fündig wurde der Künstler schließlich bei Yaskawa. Das Unternehmen überließ ihm zunächst leihweise einen Motoman-Handlingroboter mit 150 kg Tragkraft. „Der war schon unheimlich gut“, erinnert sich UliK, „ich musste nur noch einen Unterbau konstruieren, der mit einem tonnenschweren Gegengewicht umgehen konnte“.

Heute hat UliK zwei eigene Roboter aus der Motoman MH-Serie mit 200 bzw. 280 kg Tragkraft im Einsatz. Montiert auf einer von UliK selbst entwickelten mobilen Plattform, lassen sie sich komfortabel transportieren und aufbauen. Die 6-Achsroboter der Motoman MH-Reihe zeichnen sich durch eine hohe Traglast und eine präzise Arbeitsgenauigkeit bei geringem Platzverbrauch und hohen Geschwindigkeiten aus. Dank eines neuartigen Vibrationskontrollsystems können die erhöhte Achsgeschwindigkeit und die Eigensteifigkeit der Getriebe dazu genutzt werden, eine besonders hohe Beschleunigung bei kurzen Bewegungen zu erzielen. Außerdem lassen sich die Manipulatoren problemlos mit vielfältigen Werkzeugen ausstatten – in diesem Fall zum Beispiel auch mit großen japanischen Trommeln oder Feuerbällen.

 

Einfach und schnell programmierbar

Doch schätzt UliK nicht nur die leistungsfähige Hardware seiner Roboter, sondern auch ihre Steuerungstechnik, die eine einfache und schnelle Programmierung ermöglicht. „Zwischen den Engagements und gerade bei Auftragsshows haben wir oft nur sehr wenig Zeit, um den Roboter umzuprogrammieren. Da muss ich den Roboter in der Praxis und vor Ort sehen und ganz einfach programmieren können“, beschreibt UliK die für ihn fast schon alltägliche Herausforderung. Inzwischen schafft er die Programmierung für eine fünfminütige Show in nur einem Tag.

Dass alle Abstände und Bewegungen dabei immer sicher kalkuliert und programmiert sind, ist für UliK und seine technischen wie künstlerischen Kollegen selbstverständlich: „In elf Jahren ist noch nie etwas passiert, weil wir sehr verantwortungsvoll mit den Robotern umgehen“, sagt er und zieht einen interessanten Vergleich: „Ein bisschen ist es mit den Robotern wie bei einer Löwendressur im Käfig, auch da ist angesichts großer Kräfte eine gewisse Vorsicht notwendig.“ Die neuen technischen Möglichkeiten einer sicheren Mensch-Roboter-Kollaboration stellen für UliK im Übrigen keine Alternative dar: „Ein berührungssensitiver Roboter wäre für unsere Zwecke zu unflexibel.“

 

Eine erfolgreiche Kombination

Keine Frage: Bei Ulrich Kahlert alias UliK bilden Kunst und Technik eine untrennbare Einheit – „eine Kombination, die gut in unsere Zeit passt“, wie er findet. Und der Erfolg beim Publikum gibt ihm dabei ebenso recht wie die Anerkennung der Show- und Zirkusbranche: Zuletzt wurde eines seiner aktuellen Programme beim 39. „Weltfestival des Zirkus von Morgen“ (Festival Mondial du Cirque de Demain) im Februar 2018 in Paris mit dem „Cirque du Soleil Innovationspreis“ ausgezeichnet.

 

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